Balmain: Mode Trends aus Frankreich

Das französische Traditionshaus Balmain bringt uns in dieser Saison wunderbar unangepasste, fast schon rebellische Looks. Die Keypieces der Kollektion: rockige Skinny Jeans in trendy 7/8 Länge. Dabei kommen die Denims in extremer Used-Optik daher: Verwaschen, zerlöchert und ein wenig ausgeleiert.

Damit passen die coolen Teile zum neuen Rock ’n’ Roll Image der Luxusmarke. Ursprünglich war Balmain bekannt für seine exklusiven Roben und Abendkleider, stand für Luxus und Eleganz. Zumindest unter der Führung Pierre Balmains, der das renommierte Modehaus Mitte der 40er Jahre in Paris gründete. Stil-Ikonen wie Katherine Hepburn, Brigitte Bardot, Hildegard Knef oder Marlene Dietrich kleideten sich in den edlen Kreationen, die zeitweise auch von Karl Lagerfeld und Oscar de la Renta entworfen wurden.

Nach Pierre Balmains Tod 1982 sowie einigen finanziell schwierigen Jahren erlebte die Marke erst 2005 unter der Führung des im selben Jahr eingestellten Chefdesigners Christophe Decarnin ihr Comeback – und eine drastische modische Richtungsänderung.  Killer Heels, sexy Dresses und Leggins im Militarylook und aus zerrissenen Stoffen sind das neue Markenzeichen. Doch die Preise sind noch ebenso exklusiv wie zu Hepburn-Zeiten – nämlich im obersten Segment angesiedelt.

Für diese selbst für Haute Couture-Kollektionen gesalzenen Beträge geriet Balmain  unter dem Anfang 2011 ausgeschiedenen Decarnin immer wieder in die Kritik. Diese hat sich das Unternehmen, das im April den jungen Olivier Rousteing zum Chefdesigner ernannte, nun anscheinend zu Herzen genommen.

Eine preisbewusstere Zweitlinie soll Abhilfe schaffen: Pierre Balmain wird sie heißen. Ab September können Kunden schließlich die neuen Modelle, deren Stil dem der Hauptkollektion angepasst sein soll, käuflich erwerben. Mit Preisen zwischen 300 und 500 Euro noch immer nicht billig, in Relation zur Hauptlinie aber durchaus ein Schnäppchen.

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