Ernste Frauen machen Karriere

businessEs ist schon verteufelt: Frauen haben heutzutage immer noch mehr Probleme beruflich voranzukommen als die “Herren der Schöpfung”. Jeden Tag vergleichen wir uns mit ihnen. Was leistet er was ich nicht leiste? Der Ursprung des ganzen Übels kann weitaus einfacher sein als man denkt.

Zum Lachen in den Keller

Der Bayerische Rundfunk berichtet über eine neue Studie der TU München, welche folgendes ergibt: Ernste Frauen wirken kompetenter und haben daher eher eine bessere Chance Karriere zu machen als Frauen, die dem Kollegen freudestrahlend einen „Guten Morgen!“ wünschen. Hmm. Kann es wirklich daran liegen? Es stimmt schon, ernsthafte, vielleicht sogar grimmige Frauen wirken wirklich so als ob sie immerzu nachdenken, abwägen und kalkulieren würden. Nehmen wir zum Beispiel Angela Merkel. Richtig froh sieht sie ja nie aus – und Bundeskanzlerin ist sie. Da mag es einen Zusammenhang geben. Aber was genau hat man gegen fröhliche Kolleginnen?
Zudem hat die Universität Saarbrücken in einer anderen Studie zur Emotionsforschung vor lautem (und unkontrolliertem) Lachen am Arbeitsplatz abgeraten. Dies könne ganz schnell die eigene Reputation in der Firma, und damit bei den Vorgesetzten, beeinflussen. Im Grunde genommen bestätigt die eine Studie also nur noch einmal die andere. Arbeitsklima hin oder her, besser kompetent und an der Spitze der Karriereleiter, als sich dem Hang zum Lächeln hinzugeben. Alles eigentlich nur eine Frage der Disziplin.

Sandra Naujoks macht es vor

Um mal nicht immer Frau Merkel als Beispiel aufzuführen, haben wir uns ein Beispiel ausgesucht, dass unserem Schönheitsideal vielleicht eher entspricht. Denn wir wollen beides haben – Schönheit und Karriere. Körperbeherrschung ist also das A und O der Karriereleiter, nebst der eigenen Materie natürlich. Für manche ist sie sogar das täglich Brot – wie für die professionellen Pokerspieler und -Spielerinnen. Unergründliche Gesichtszüge, nur sehr sparsame Mimik und eine großartige Körperbeherrschung sind ein Muss, wenn man gekonnt mit anderen Spielern zocken möchte und bluffen will. Eine der Meisterinnen im Poker, unter Sponsorenvertrag beim Anbieter Pokerstars, ist Sandra Naujoks, eine der besten professionellen Spielerinnen weltweit. Die mittlerweile 31-Jährige Dame aus Dessau hat in einem Interview über die Fertigkeiten geredet, die beim professionellen Pokerspiel nicht fehlen dürfen. Naujoks gibt ganz besonders Acht auf die Körpersprache ihrer Gegner; nach Merkmalen suchen und Schwächen herausfinden sind wichtig für die Pokerrunde. Ernst bleiben ist angesagt. Wer das ganze Interview lesen möchte, der kann dies anhand dieser Quelle tun.

Tough wie die Männer

Ernsthaftigkeit signalisiert Zielstrebigkeit und vielleicht auch weniger Emotionalität. War es nicht genau das, was Arbeitgeber immer an den Frauen etwas zweifeln lässt?
Auch wenn Kompetenz nicht unbedingt auf die Ausstrahlung und den ersten Eindruck zurückzuführen ist, scheint es doch immer wieder so, dass die Erscheinung und das Auftreten überbewertet werden, wenn es um Arbeit im Allgemeinen und den beruflichen Aufstieg im Speziellen geht. Ein bisschen Schauspielerei kann da also ruhig mit rein, halt ein wenig bluffen, so wie Sandra Naujoks das macht. das hat ihr immerhin auch geholfen. Man kann es ja mal vor dem Spiegel versuchen: Die Bilanz des letzten Jahres mit einem Lächeln herunter zitieren oder das Ganze ohne mit der Wimper zu zucken weitergeben. Willkommen in der Männerwelt, liebe Damen. Sie sollten versuchen sich ein wenig zurückzuhalten – um der Karriere Willen. Vielleicht sollten Sie mal in einer Runde Poker zu Hause trainieren, denn niemand kennt Sie besser als Ihr Partner.
Und jetzt lachen Sie wieder ein bißchen, sonst ziehen sich auch Ihre Mundwinkel nach unten. Fazit ist also: die Dosierung machts. Niemand befördert unsympathische Weiber, aber Sie sollten stets professionell rüberkommen. Was Sie dann in der Mittagspause oder auf der Firmenfeier machen, sei dahingestellt.

Bild: Konstantin Gastmann  / pixelio.de

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