Glamouröser Wandschmuck: Trend-Tapeten

Wenn es draußen neblig und grau wird, möchten es sich viele Menschen in den eigenen vier Wänden besonders gemütlich machen. „Homing“ oder „Cocooning“ heißt der Nestbau neudeutsch. Dabei versah bereits der Höhlenmensch die Wände seines Unterschlupfs mit Malereien und ab dem 17. Jahrhundert schmückten prächtige Gobelins die Häuser des Adels. Im Zuge der Industrialisierung  wurde die aus Papier bestehende Tapete massentauglich und hielt Einzug in die Häuser des einfachen Bürgers. Endlospapier und neue Druckverfahren machten den Schmuck für jedermann erschwinglich.

Motive, Farben und Oberflächenstruktur der Tapete unterliegen seither dem geschmacklichen Wandel der Zeit. Während im 17. Jahrhundert Panoramaansichten von Kriegsschauplätzen (!) besonders angesagt waren, ging es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts friedvoller zu: Wälder, Strände mit Palmen oder Blümchentapeten waren in so mancher Stube zu bewundern. Und auch aktuell stehen bei Trendspottern wie myself.de wieder auffällige Tapeten hoch im Kurs.

Simples weiß aus Papier war gestern: Jetzt erobern Samt, Seide, Vlies, Papyros oder Bambus die heimischen Wände, geschmückt mit Landschaftsfotos, Skylines, floralen oder verschnörkelten Mustern. Die Tapete wird zum Stilelement und Bestandteil der Gesamteinrichtung. Für Prunk und Protz zum Beispiel sorgt die Blattgoldauflage, das Backsteinmuster dagegen unterstreicht eher das Understatement.

Tapeten erfüllen aber auch ganz pragmatische Zwecke. So lassen sich ungünstige Raumverhältnisse mit einer geschickten Auswahl des Wandbehangs kaschieren. Helle Farben und kleine Muster lassen einen Raum größer wirken, waagerechte Streifen niedriger und mit knalligen Tönen und verspielten Dessins kann man bei der Anzahl der Möbel sparen.

Übertreiben sollte man es mit dem Einsatz der Trend-Tapeten jedoch nie. Als Hingucker funktionieren vor allem auffällige Muster und Bildtapeten nur, wenn man ihren Einsatz auf eine zentrale Wand beschränkt. Übrigens: Für die Fototapeten lassen sich sogar eigene Bilder verwenden, sofern sie über eine hohe Auflösung verfügen. Den letzten Urlaub kann man so ein paar Jahre lang genießen.

 

Bild © Andrey-Kiselev-Fotolia.com

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