Schnelles Internet für alle wird greifbar

Die Politik schreibt sich seit einigen Jahren die Forderung „Breitband für alle“ auf ihre Fahnen und hat bereits beachtliche Fortschritte vorzuweisen. Aktuell dreht sich die Diskussion um die Frage, ob die Industrie zu einem weiteren Breitbandausbau verpflichtet werden soll. Zwar war dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge Ende 2010 bereits für 98,3 Prozent der deutschen Haushalte ein Netzzugang mit einer Bandbreite von mehr als 1 MBit/s verfügbar, besonders in ländlichen Regionen ist jedoch immer noch keine flächendeckende Versorgung vorhanden. In dünn besiedelten Gegenden ist der Anschluss für die Netzbetreiber sehr aufwändig und meist unrentabel. Die Versorgungslücken sollen vor allem durch die neue Funktechnik Long Term Evolution (LTE) geschlossen werden. Dabei handelt es sich um einen neuen Mobilfunkstandard, der UMTS ablösen soll.

Es ist jedoch umstritten, ob die LTE-Technik auch den künftigen Bedarf für hohe Bandbreiten abdecken kann. Die CDU/CSU möchte deshalb eine Mindestversorgung mit zunächst 16 MBit/s gesetzlich vorschreiben. Über diese sogenannte Universaldienstverpflichtung wird 2011 im Rahmen einer Novellierung des Telekommunikationsgesetzes debattiert. Bis 2014 soll das Highspeed-Internet dann flächendeckend mit wenigstens 50 MBit/s zur Verfügung stehen, so die Forderung einiger Unionspolitiker. Ende 2010 hatten auf diese Bandbreite 39,5 Prozent der Haushalte Zugriff, 67,9 Prozent gingen mit mehr als 16 MBit/s ins Internet und 81,7 Prozent konnten mindestens 6 MBit/s nutzen. Für die höheren Bandbreiten sorgen vor allem leitungsgebundene Technologien wie DSL, Glasfaser und Kabelnetze.

Über 92 Prozent der Haushalte surfen dank dieser Techniken mit einer Geschwindigkeit von mindestens 1 MBit/s. Wie es um die Versorgung an Ihrem Wohnort bestellt ist, lässt sich ganz einfach online checken. So können Sie sowohl die allgemeine DSL Verfügbarkeit prüfen als auch die Datenrate und erhalten eine Übersicht der Anbieter und Tarife. Selbst wenn Sie bereits einen Anschluss haben, lohnt es sich, regelmäßig einen Check durchzuführen. Denn die Preise und Angebote variieren stark und ändern sich mit fortschreitendem Netzausbau.

 

Bild © Reinhold-Föger-Fotolia.com

 

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