Technik mit Durchblick

Was das Unternehmen Polytron Technologies da entwickelt hat, ist definitiv nicht für Leute, die schon jetzt andauernd ihr Telefon suchen. Denn die Firma aus Taiwan entwickelte ein Smartphone aus Glas, das (bis auf wenige interne Komponenten) vollkommen durchsichtig ist. Klein, leicht und gläsern sieht wohl die Zukunft aus.

 

Transparenz auf allen Ebenen

 

Natürlich handelt es sich bei dem Smartphone von Polytron nur um einen Prototypen und so ganz ausgereift ist das System noch nicht. Allerdings konnte die eher unbekannte Firma aus Taiwan zumindest ihren Namen ein wenig promoten – derzeit gibt es sogar schon die ersten Gespräche mit namhaften Mobilfunkherstellern. In Taiwan geht man sogar davon aus, dass es noch in diesem Jahr die ersten Modelle mit glasklarem Durchblick geben wird.

Bis dahin gibt es noch einige Baustellen, die bei der gläsernen Optik unschön ins Auge stechen. Denn auch wenn der Bildschirm vollkommen durchsichtig ist, Batterie, Mikrofon, SD, Sim und Lautsprecher sind es nicht. Und sehen auch noch nicht so richtig elegant untergebracht aus. Schick ist die Idee aber allemal.

Zumal es sich bei dem gläsernen Handy von Polytron auch nicht um ein x-beliebiges Glas handelt, sondern um das vom Unternehmen entwickelte „Privacy Glass“, das auf Kommando blickdicht wird. Wer sich also vor allzu neugierigen Blicken in der Bahn schützen möchte, hat auch mit einem durchsichtigen Handy alle Möglichkeiten auf Privatsphäre. Und ansonsten natürlich ein leichtes und offenes Design, das iPhone, Galaxy und Co. wie Telefone mit Wählscheiben aussehen lässt.

 

Marktreifes Glas

 

Dass Technik aus Glas durchaus schon funktionieren kann, beweist zum Beispiel Philips mit seinem DesignLine TV, der schon in diesem Quartal erscheinen soll. Der Flachbildschirm, der im ausgeschalteten Zustand aussieht wie eine Glasscheibe wird in 46 und 55 Zoll Größe erhältlich sein und mit vielen kleineren Features ausgestattet sein. Durch die Active Shutter Technologie ist die Scheibe nicht nur 3D-fähig, sondern ermöglicht auch zwei Programme gleichzeitig auf einem Fernseher – zumindest solange beide Betrachter über die passenden Brillen verfügen. Auch die Fernbedienung verfügt über Touchpad und Tastatur. All das sind natürlich nur kleine Gimmicks für den erstaunlichen Fernseher (zu dem es auch noch keinen genauen Preis gibt).

Das Design des Smartfernsehers steht nämlich bisher konkurrenzlos da. Eine getönte Scheibe, die ganz einfach an die Wand gelehnt wird, ist alles, was es zum Glück braucht. Optisch ist das für jedes Wohnzimmer ein Mehrwert und ein echter Blickfang, selbst im ausgeschalteten Zustand. Die dunkle Scheibe integriert sich mühelos in jeden Innenraum und sorgt durch ihr Ambient Light für stimmungsvolle Beleuchtung.

Hauchdünn und einfach designt – sowohl bei Fernsehern als auch bei Smartphones scheint man in Zukunft auf einfach gestaltete Formen mit klaren Oberflächen zu setzen. Wer da nicht mitzieht, dem fehlt der Durchblick.

 

Bild: © Salvatore Vuono FreeDigitalPhotos.net

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