Unterwegs online mit Brille und Uhr

Was das Smartphone begonnen hat, werden in diesem Jahr andere Accessoires fortsetzen. Dabei bewegt sich die digitale Revolution vom Telefon auf die Brille und die Uhr, während die größten beiden Hersteller mobiler Betriebssysteme das Internet auf die Nase und ans Handgelenk zaubern. Aber was genau können Apple und Google denn tatsächlich so anbieten?

 

Durchsichtiges Glas und der Blick fürs Wesentliche

 

Mit Google Glasses möchte der Suchmaschinengigant ein vollkommen neues Erlebnis mobilen Internets präsentieren. Statt mühsam auf ein Display zu schauen, trägt der User das Fenster stets halbdurchsichtig vor sich her. Die Sicht wird so kaum beeinträchtigt und Programme und Fenster befinden sich stets im Blick.

Ganz neu ist so ein System nicht, ein sogenanntes HUD (Head-up-Display) projiziert zuverlässig die wichtigsten Bilder auf Glas, damit man den Blick nicht abwenden muss. Erprobt ist dies in Kampfflugzeugen, getestet wird es in Autos, diese Technik allerdings dauerhaft bei sich zu tragen – leicht wie eine Brille – ist neu.

Bereits im letzten Jahr wurde die Brille der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt, Google selbst nennt das Prinzip, das dahinter steckt, übrigens „augmented reality“ (also modifizierte Realität).

Vor allem, um live Karten aufzurufen, die Fahrpläne zu checken und sich unterwegs E-Mails anzeigen zu lassen, ist die Brille ideal. Inwiefern man sich allerdings mit den Google Glasses wirklich auf der Straße blicken lassen kann, werden wohl die ersten Verkaufszahlen entscheiden. Denn kaum jemand möchte der Einzige mit der Computerbrille sein. Da doch lieber eine schicke Armbanduhr…

 

Der Apfel am Handgelenk

 

Apples Antwort auf die Google Glasses ließ nicht lange auf sich warten und wird wohl (bei Apple gibt es ja bis kurz vor dem Release keine Bestätigungen) die iWatch sein.

Prinzipiell wird die Armbanduhr wohl größtenteils eine Brücke zum iPhone darstellen und über Bluetooth drahtlos kommunizieren. So werden Mails und Anrufe auch angezeigt, wenn man das Handy gerade einmal in der Tasche vergessen hat. Angetrieben wird dies, für Uhren typisch, größtenteils von kinetischer Energie – zumindest zwischen den Ladungen. Tatsächlich kämpft man wohl gerade an der Akkulaufzeit.

Dass Apple an einer iWatch arbeitet, dafür sprechen so einige Kuriosa der letzten Monate. So suchte man gezielt neue Texter, um die Sprachassistentin Siri auszubauen, die maßgeblich für die Bedienung zuständig sein soll. Nicht nur mit Programmierfähigkeiten wird gearbeitet, Apple suchte auch gezielt nach kreativen Textern, um das Sprachinterface aufzulockern.

Der größte Clou an der iWatch wird aber wohl die Oberfläche sein. Apple hatte sich eine Methode für biegsames Glas patentieren lassen. Damit ließe sich auch das Display biegsam um den Arm schlingen.

Ob man nun aber das Internet ständig sehen will oder es sich elegant um den Arm schlingen möchte, wird wohl in diesem Jahr die wichtigste modische Frage für den Mann von Welt bleiben.

Was ist sinnvoller?

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Bild: © jannoon028 FreeDigitalPhotos.net

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