Virtual Shops in Südkorea

Aus Asien kommen mehr und mehr neue Lifestyle Trends zu uns nach Europa. Manche erscheinen und komplett verrückt, andere setzen sich dann nach und nach auch bei uns durch. Zum Beispiel kann man auch in Deutschland mittlerweile in größeren Städten Pizza online bestellen. Die Supermarktkette Tesco hat nun in der Südkoreanischen Hauptstadt Seoul den weltweit ersten “Virtual Store” eröffnet, und zwar an den Wänden der dortigen U-Bahnstationen.

Das ganze klingt futuristisch und abenteuerlich, und das ist es vielleicht auch. Es funktioniert folgendermaßen: An den Wänden der U-Bahn Haltestelle sind Bilder der 500 beliebtesten Produkte des Supermarktes zu sehen, neben jedem Artikel ist der dazugehörige Barcode abgebildet, der den Artikel eindeutig identifiziert.Die Passanten können nun mithilfe ihres Smartphones diese Codes einscannen und dann diese Daten an Tesco übermitteln. Man kann also im Vorbeigehen Brot, Marmelade und Toilettenpapier in sein Smartphone einlesen und die Bestellung dann übermitteln.

In Seoul funktioniert das System so, dass man eine Bestellung, die man morgens auf dem Weg zur Arbeit abgibt, bis zum Abend nach Hause geliefert bekommt. Dieser experimentelle Shop wurde in einer ersten Testphase zunächst für drei Monate geöffnet. Aber schon während dieser Testphase wurde das Sortiment wegen des regen Zuspruchs ausgebaut. Die ausgefallene Idee stieß in Seoul auf große Begeisterung und wurde tatsächlich von der Bevölkerung in Anspruch genommen.

Vor allem junge und technikinteressierte Menschen, was in Südkorea auf fast alle unter fünfzig zutrifft, nutzten das Angebot gerne und regelmässig. Der Direktor von Tesco Homeplus, wie sich das Projekt nennt, sagte nach der erfolgreichen Markteinführung, er sei sehr stolz auf sein Unternehmen, seine Mitarbeiter und das gelungene Projekt. Tesco suche immer nach neuen Wegen um das Einkaufen noch interessanter und bequemer zu gestalten.

Und tatsächlich, die Bewohner von Seoul fanden es sehr bequem und zeitsparend auf dem Weg zur Arbeit an den Wänden der U-Bahn Haltestellen ihren Einkaufskorb zusammen zu stellen und dann am Abend ihre Einkäufe bis zur Haustür geliefert zu bekommen. Ob sich solche Lifestyle Trends auch in Europa durchsetzen werden, ist noch fraglich, denn ein Virtual Store ist technisch schon eine Kathegorie aufwändiger als eine Webcam.

 

Bild © Reinhold-Föger-Fotolia.com

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Social Widgets powered by AB-WebLog.com.