WWDC 2013: Die Konferenz der Entwickler

Vom 10. bis zum 14. Juni veranstaltet Apple in San Francisco ihre jährlich stattfindende Entwicklerkonferenz statt. Auf der WWDC (kurz für World Wide Developers Conference) gewährt der geheimniskrämerische Konzern aus Cupertino zumindest einigen Entwicklern schon einmal Einblicke in neueste Technologien und Betriebssysteme – schließlich möchte man die Programmiererbranche auf dem Laufenden halten.

Von Flaute keine Spur

Wer gedacht hätte, dass das Interesse an Apple nach den Schwächen der Aktie in den letzten Monaten gesunken wäre, der wurde eines besseren belehrt. Die Veranstaltung von Apple gehört zu den meistbesuchten ihrer Art und in diesem Jahr konnte man erneut einen Rekord überbieten: Es dauerte gerade einmal zwei Minuten, da war das gesamte Kartenkontingent für die Veranstaltung ausverkauft.

Wer keine Karte bekommen konnte, aber trotzdem an den Gesprächen interessiert ist, dem bleiben immerhin noch die Entwicklervideos und (im Herbst) die Tech Talks von Apple. Hier werden verschiedenen Großstädte rund um den Globus besucht und Probleme und neue Technologien besprochen.

Aber was genau können die Entwickler von der WWDC in diesem Jahr eigentlich erwarten? Nachdem in den letzten Jahren bereits immer wieder neue Hardware (wie das MacBook Pro mit Retina Display) und neue Betriebssysteme vorgestellt wurden (wie etwa Mac OS X Lion), dürfte in diesem Jahr der Fokus vor allem auf der Software liegen.

Zwar wird Apple vermutlich noch in diesem Jahr mit der iWatch und eventuell sogar dem iTV neue Märkte erproben, allerdings liegt der kommerzielle Fokus auf dem Release vom iPhone 5S und der, bereits seit längerer Zeit spekulierten, Veröffentlichung eines günstigeren iPhones. Dass beide Geräte bereits auf der WWDC vorgestellt werden, gilt eher als unwahrscheinlich, allerdings wird der Schwerpunkt auf deren Betriebssystem iOS 7 liegen.

Ein neues Gesicht für iPhone und Co.

Nachdem im letzten Jahr mit Scott Forstall eines der Urgesteine aus der Firma entlassen wurde, haben sich die Machtverhältnisse bei Apple verschoben. Vor allem zugunsten von Apples Designchef Jonathan Ive.

Galten Forstall und auch Jobs als große Verfechter des sogenannten Skeumorphismus (bei dem Programme wie Notizbücher oder die Adressfelder ihren realen Counterparts nachempfunden sind), so ist Ive, der für das Design der Hardware verantwortlich ist, großer Freund simpler und aufgeräumter Formen. Nun ist Jony Ive auch für den Look von iOS 7 verantwortlich und das neue, mobile Betriebssystem wird wohl den Schwerpunkt der WWDC in diesem Jahr ausmachen.

So stellt man der Entwicklergemeinde vermutlich das simple und flache neue Design von iOS 7 vor, zusammen mit einigen Funktionen, über die derzeit nur spekuliert wird. Die Rede ist aber zum Beispiel von einer noch tieferen Integration von Apples Sprachassistenten Siri – was auch im Zuge einer sprachgesteuerten iWatch durchaus Sinn ergäbe.

Ob man auch bereits erste Einblicke in Apples anderes Betriebssystem Mac OS geben wird, ist weniger wahrscheinlich. So zog Apple erst vor wenigen Wochen Entwickler von Mac OS ab, um iOS 7 rechtzeitig fertig stellen zu können.

Vor allem im Web Traffic hatte sich die Anzahl der Hits mit iOS 7 in den letzten Wochen schlagartig erhöht, dies gilt vielen als sicheres Zeichen, dass iOS 7 auf der WWDC 2013 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird – in neuem Gewand und mit neuen Funktionen.

Bild: Salvatore Vuono Freedigitalpfotos.net

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